Theater mit Heiner Lauterbach

Krankenhaus-Klamauk

Nackte Hintern und Krankenhausbetten: Gestern gastierte Heiner Lauterbach mit dem Theaterstück „Doppelzimmer“ in Offenburg. Keine Satire, sondern seichter Klamauk.

Doppelzimmer

In der Klinik von Professor Meinunger alias Heiner Lauterbach geht es turbulent zu (Quelle: Kulturbüro Offenburg)


Wer ist süßer, Heiner Lauterbach oder Christoph Marius Ohrt? Das war die Frage, die das überwiegend weibliche Publikum gestern in der Oberrheinhalle wohl am meisten bewegte. Hier gastierten die beiden Schauspieler mit dem Theaterstück „Doppelzimmer“.

Satire geht anders

Angekündigt war das Stück von Stella Muller als Krankenhaus-Satire. Tatsächlich ist es aber ein launiges Stück ohne jeglichen Anspruch, das mit Satire wenig gemein hat. Die Bezeichnung Krankenhaus-Klamauk hätte den Kern des Werks eher getroffen.

Heiner Lauterbach spielt den Krankenhausleiter und Frauenhelden Professor Meinunger. In seiner Klinik hat sich der oberste Chef der Klinik Otto Schneyder jr. angekündigt. Er ist auf der Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden. Problem: Otto kommt inkognito. Verkörpert wird Schneyder jr. von Christoph Ohrt, bekannt unter anderem aus der Serie Edel & Starck. Er taucht als leicht duseliger Handwerker in der Klinik auf. Und – wie könnte es anders sein – der Professor und sein Team gehen ihm auf den Leim.

Doppelzimmer

Christoph Ohrt gibt den schuseligen Handwerker, der Professor Meinunger (Heiner Lauterbach) auf Trab hält (Quelle: Kulturbüro Offenburg)

Ohrt rettete den Abend

Im Laufe des Stücks kommt es zu allerhand Verwicklungen und komischen Situationen. Es gibt eine Krankenschwester, die kein Blut sehen kann; eine attraktive Ärztin, die mal die Jugendliebe des Chefs war und ihr aufmüpfiger Sprössling, der sich als Sohn des Chefs entpuppt.

Eine Wohltat war Christoph Ohrt, der mit seinem komödiantischen Talent den Abend rettete. Und auch die kesse Krankenschwester Isabella war mit Juliane Trimper bestens besetzt. Launiger Höhepunkte der Klamotte waren eindeutig die nach hinten offenen Krankenhaushemden, die den Blick auf Schauspieler-Hintern freilegten. Das dürfte auch die Damen entzückt haben, die vor allem wegen Ohrt gekommen waren. „Der ist ja sooo sexy und süß“, schwärmten zwei Offenburgerinnen in der Pause. Karten hatten die beiden schon im Sommer gekauft. Gut so, denn das Stück war ausverkauft. Prominenz zieht eben, auch bei eher mittelmäßigem Klamauk.


von Ann-Christin Meermeier

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Der Autor

Ann-Christin Meermeier

Ich bin die einzige, die ... über 1,80 groß ist.


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