Eigeninitiative gefordert
Altersvorsorge – noch in Planung
Die Deutschen werden immer älter. Um finanziell abgesichert zu sein, raten Experten zur privaten Altersvorsorge. Aber tun das die Offenburger?

Altersvorsorge: Riester-Rente, Rentenversicherung oder Rürup-Rente - welche ist die richtige? (Quelle: commons.wikimedia.org, Merker Berlin)
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Kurzinfo zur Riester-Rente:
- für angestellte, Beamte, Soldaten, Beschäftigte aus Anstalten des öffentlichen Rechts
- Ergänzung zur staatlichen Altersvorsorge, die jedoch nach Auszahlung voll steuerpflichtig ist
- lebenslange Rentengarantie
- staatliche Förderung durch Zuzahlungen bis zu 154€
- steuerlich absetzbar
- Auszahlungsgarantie für gezahlte Beiträge
- Hartz IV-sichere Vorsorge
- Einsteiger bis zum 25. Lebensjahr: Bonuszahlung von 200€
Kurzinfo zur Rürup-Rente:
- vor allem für nicht gesetzlich rentenversicherte Selbständige oder Freiberufler, aber auch für alle anderen
- Ergänzung zur staatlichen Altersvorsorge, die nur anteilig steuerpflichtig ist
- lebenslange Rentengarantie
- steuerlich absetzbar
- Hartz IV-sichere Vorsorge (auch im Falle einer Insolvenz)
Gesetzliche Rente steht jedem zu, der in die Rentenkasse einbezahlt hat. So jedenfalls der Grundgedanke der deutschen Rentenpolitik. Kritiker befürchten jedoch, dass das Rentensystem in Deutschland überholt ist. Das liegt vor allem daran, dass es immer mehr alte Menschen gibt, die Rente beziehen – jedoch immer weniger junge Menschen, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Hinzu kommen steigende Arbeitslosenzahlen, also weniger Beitragszahler. Schon jetzt reicht die gesetzliche Rente bei vielen älteren Menschen nicht mehr um ihren Lebensstandard zu halten.
Private Altersvorsorge – so früh wie möglich
Deshalb rät Bernd Becker, Finanzberater der Becker Finanzservice GmbH in Offenburg, zur privaten Altersvorsorge: „Je eher man in die private Altersvorsorge einsteigt, desto höher fällt hinterher die Rente aus. Wird ein Kind beispielsweise schon kurz nach der Geburt von den Eltern versichert, verlängert sich die Beitragszahlung um 20 Jahre.“ Das sei enorm wichtig, weil der Zeitfaktor bei der Altersvorsorge eine besonders wichtige Rolle spiele. „Auszubildende sollten möglichst noch vor dem 25. Lebensjahr in die Riester-Rente investieren. Dann zahlt ihnen der Staat einmalig 200 Euro Bonus.“ Doch nicht nur Berufseinsteiger sollten privat vorsorgen. „Angestellte steigen am Besten mit der Riester-Rente ein. Später kann man beispielsweise die Rürup-Rente oder eine private Rentenversicherung ergänzen“, empfiehlt Becker. Zusätzlich zur gesetzlichen Rente ausbezahlt, stockt die private Altersvorsorge damit das monatliche Einkommen im Rentenalter auf.
Mehr Informationen finden sie unter www.finanzlexikon.de
von Nina Schuster


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