Auftragslage der Unternehmen
Winter – Freud oder Leid?
Die Ortenauer Kinder freuen sich über den Schnee. Aber wie sehen es die Unternehmen? Gute Geschäfte oder böse Flaute? Wir haben nachgefragt.
Je kälter desto besser. Das ist die Devise im Snowboardfachgeschäft Fuhrer in Offenburg. Hier herrscht Hochkonjunktur. Kai Fuhrers Kunden freuen sich über jeden Zentimeter Neuschnee – und der Geschäftsinhaber auch. “Die Nachfrage nach Handschuhen, Helmen und Boards ist riesig”, sagt Fuhrer. Vor allem knallige Farben sind in, ständig muss Fuhrer Ware für seine Kunden nachbestellen. Aber nicht nur bunt, sondern auch sicher soll die Abfahrt sein. „Die Kunden wollen vor allem Helme, um den Kopf zu schützen“, sagt Fuhrer. Wenn es nach ihm geht, hält der Winter noch lange an. Denn das wären die besten Voraussetzungen für seinen Schlussverkauf, der ab nächster Woche beginnen soll.
Hauptsache Wolle
Matsch, Schneetreiben und eisige Kälte: „Wer denkt, da kommt niemand, irrt sich gewaltig“, sagt Charlotte Grasy, Geschäftsführerin der Modeboutique ClaMott in Gengenbach. „Die Kunden nutzen das schlechte Wetter zum shoppen“, sagt Grasy. In ihrem Bekleidungsgeschäft sind bereits viele Schnäppchenjäger unterwegs. Die Kundinnen wollen sich bei der Kälte vor allem in Strick hüllen, sagt Grasy.
Bei den Autowerkstätten ist dagegen der Winter-Ansturm bereits vorbei. So auch bei “Vergölst” in Offenburg. Fachsbereichsleiter Dieter Köppel: “Jetzt liegt der Schnee und die Autos sind versorgt.” Und da die Menschen bei dem Wetter viel vorsichtiger fahren, „müssen wir momentan nicht einmal mehr Autos als sonst reparieren“, sagt Köppel.
Abfeiern – die Überstunden
Die Autowerkstätten atmen auf, die Baubranche dagegen hält die Luft an. Das kalte Wetter lässt die Baustellen regelrecht einfrieren. „Ich hoffe, dass der Frost schnell wieder weg ist“, sagt Kurt Vollmer, Geschäftsführer von K.Vollmer Bauunternehmen GmbH in Kehl. Denn vorher kann es bei ihm nicht weitergehen. Nicht einmal Aufträge für Innensanierungen bekomme er in diesen Winter, klagt Vollmer. Seine zehn Mitarbeiter können angesichts der mangelnden Arbeit ihre Überstunden abbauen. Und der Chef? Der kümmert sich um den Papierkram, „der sich immer so in einem Jahr ansammelt“.
Sonnenschein
Doch lieber am Pool Cocktails schlürfen statt Eislaufen? „Die Leute wollen am liebsten in die Karibik oder nach Südostasien“, sagt Benjamin Ludwig, Mitarbeiter der Colibri Reiseservice GmbH in Offenburg. Die Reisebranche boomt, gerade wegen des Schnees. Denn die einen wollen der Kälte entkommen, die anderen wollen mitten hinein – zum Wintersport nach Österreich, Schweiz oder Deutschland.
Mehr im Internet
- Fuhrersports
www.fuhrersports.de - Bekleidung Gengenbach
www.clamott.de - Bauunternehmen
www.vollmer.de - Autowerkstatt
www.vergoelst.de - Reise buchen
www.colibri-reiseservice.de
von Birgit Mueller




Hallo Birgit
Wenn’s nach uns geht, könnt’s langsam wärmer werden.
Der Bericht ist zutreffend und aktuell für die Jahreszeit -
im Süden in der Sonne wäre der Winter leichter auszuhalten.
Bis demnächst
Gruß von Mamma und Pappa