Skilift "Seibelseckle"

„95 Prozent ist Kunstschnee“

Der Skilift „Seibelseckle“ an der Schwarzwaldhochstraße kann Wintersportlern eine perfekt Piste bieten – doch nur dank Schnee aus der Trickkiste. Betriebsleiter Michael Schnurr bedauert das.

Der Skilift "Seibelseckle" an der Schwarzwaldhochstraße ist voller Kunstschnee

Ab in den Kunstschnee: Das "Seibelseckle" lockt mit einer tollen Piste (Quelle: www.skilift-seibelseckle.de)


Brennpunkt-Ortenau (BPO): Herr Schnurr, momentan schneit es täglich – für Wintersportler ein Traum. Wie groß ist denn der Andrang beim „Seibelseckle“?

Michael Schnurr: Wir sind mit dem Winter sehr zufrieden. Seit dem 13. Dezember können wir Kunstschnee produzieren und konnten somit das gesamte Weihnachtsgeschäft mitnehmen. Und auch nach den Ferien kommen die Leute. Selbst abends: Der Flutlichtbetrieb läuft hervorragend.

Ist mehr los als im vergangenen Jahr?

Ja, aber das liegt auch daran, dass wir momentan einer der wenigen Skilifte an der Schwarzwaldhochstraße sind, die Schnee bieten können. Wenn alle Lifte in Betrieb wären, würde es sich mehr verteilen.

Die Piste ist bei Ihnen also voller Kunstschnee?

Richtig. Ich würde gerne sagen: Es geht auch ohne. Aber hier ist das unmöglich. Wir haben den gesamten Hang mit einer Schneedecke von 40 Zentimetern belegt. An manchen Stellen liegt sogar noch mehr. Und 95 Prozent davon ist Kunstschnee. Ab minus zwei Grad legen wir mit der Schneemaschine los.

Hat Ihnen das Sturmtief „Daisy“ geholfen?

Nein, überhaupt nicht. Es hat stark gestürmt und der Schnee, der gefallen ist, wurde in alle Richtungen verweht. Mehr als 10 Zentimeter sind da nicht liegen geblieben. Ohne Kunstschnee läuft nichts.

Wer besucht denn das „Seibelseckle“?

Querbeet, alle Altersklassen. Von fünf Jahren bis zu 75 Jahre, manche Besucher sind sogar noch älter. Die meisten Skifans kommen vom Oberrheingraben. Wir haben aber auch viele französische Gäste aus Straßburg und dem gesamten Nord-Elsass. Für viele Franzosen ist der Weg zu uns näher als der zu den Südvogesen, wo es auch Skilifte gibt. Und selbst aus Pforzheim, Mannheim oder Karlsruhe kommen Wintersportler.

Wie hoch ist dabei der Anteil an Snowboardern?

50 Prozent mittlerweile. In den vergangenen drei Jahren ist das noch mal deutlich angestiegen. Deshalb wollen wir auch noch ein bis zwei zusätzliche Schanzen für die Snowboarder bauen.

Ich würde jedem raten, einen Helm zu tragen. Michael Schnurr

Snowboards kann man sich bei Ihnen auch leihen. Ebenso wie Skier, Stöcke, Helme…

Ja, seit 2003. Das wird auch häufig in Anspruch genommen. Gerade von den Gästen, die aus der Stadt kommen. Bei schlechten Schneeverhältnissen werden auch oft Skier gemietet, weil die Gäste vorher ihr eigenes Material kaputt gemacht haben.

Gab es dieses Jahr schon Unfälle?

Nein, bisher ist zum Glück noch nichts passiert. In der vergangenen Saison hatten wir einige Unfälle: Von Verstauchungen und kleinen Platzwunden bis zu starken Knochenbrüchen, also Schienbein- und Schlüsselbeinbrüche. Auch Bänderrisse. Was beim Skifahren eben so alles passieren kann.

Gibt es denn Möglichkeiten, sich zu schützen?

Der Gesetzgeber schreibt es zwar nicht vor, aber ich würde jedem raten, einen Helm zu tragen. Das empfehlen wir auch unseren Gästen.

Mehr im Internet


von Jana Grosse

Kommentarfunktion geschlossen.

Der Autor

Jana Grosse

Ich bin die einzige, die ... bei uns Montags und Donnerstags den "Kicker" kauft.

Ich habe früher ... u.a. auf Magister studiert. Kennt das noch jemand? ;-)

Ich möchte in Zukunft ... gesund und glücklich sein und erfolgreich in meinem Job als Journalistin arbeiten.

Ich lache über ... Dieter Nuhr, "Californication" und Kirstins Humor.

Interessanteste Themen